Bestimmt habt ihr Natalies Bericht über ihre Zeit alleine auf den Galapagos Inseln gelesen. Und vielleicht habt ihr euch gefragt, wieso wir in dieser Woche für einmal getrennte Wege gegangen sind. Nun, mit folgendem kurzen Bericht und ein paar Impressionen möchte ich euch das erklären.

Wilson, der Kapitän der Danubio Azul, fährt die ganze Nacht, um die beiden abgelegenen Inseln Wolf und Darwin zu erreichen. 14 Stunden dauert die Überfahrt von den Hauptinseln von Galapagos. Flo und ich liegen angespannt in unserer Kabine. Die Tauchplätze bei Wolf und Darwin gelten als schwierig, eigentlich nichts für uns Anfänger. Doch irgendwie haben wir uns auf das Boot gemogelt. Das Boot schaukelt ruhig, der Motor dröhnt. Wir schlafen schliesslich ein.

Wolf und Darwin sind keine Inseln. Es sind steile Felsblöcke, die aus dem Meer ragen und nur von Vögeln und Seelöwen bewohnt werden. Ausser Forschern und Tauchern verirrt sich hier hin niemand. Um 6 Uhr stehen wir auf für einen der ersten vier Tauchgänge an diesem Tag. Wir zwängen uns in die kaltnassen, viel zu engen Anzüge. Ein letzter Check und los gehts. Auf dem Schlauchboot sitzen zwei Guides und zehn Teilnehmer. Alle sind ruhig und konzentriert. Nach weiteren 15 Minuten Bootsfahrt gehts los. 3, 2, 1 und ab ins Wasser. Alle Taucher verlassen gleichzeitig und rückwärts das Boot und tauchen sofort ab. Dieses Manöver ist notwendig, dass bei der starken Strömung alle beieinander bleiben. Zehn Meter tiefer hält man sich an einem Fels fest und wartet, bis alle unten angekommen sind. Was folgt, lässt jedem Tauchfan das Herz höher schlagen.

Wir lassen uns von der Strömung treiben und beobachten das Spektakel um uns herum. Wir sehen Moränen, Schildkröten und riesige Manta-Rochen. Dutzende Hammerhaie umzingeln uns gleichzeitig, interessieren sich aber kaum für uns. Ein weiteres Highlight ist der Tanz der Seelöwen unter Wasser und wir mitten drin.

Was will man mehr? Nun, wer im September auf Galapagos taucht, der wünscht sich wohl insgeheim zumindest in der Ferne einen Walhai zu sehen, den grössten Fisch der Welt. Ein Walhai kann bis 13 Meter lang und 12 Tonnen schwer werden. Und dann, am zweiten Tag bei Darwin’s Arch, vielleicht einer der besten Dive Spots der Welt, wird das blaue Wasser vor uns dunkler. Wie eine dunkle Wolke, die langsam grösser wird, taucht das magische Tier aus der Tiefe auf. Der Umriss wird plötzlich schärfer und wir sehen dieses wunderschöne Tier in seiner vollen Grösse. Das neun bis zehn Meter lange Tier schwimmt langsam an uns vorbei, scheint uns zu beobachten und verschwindet dann wieder im trüben Blau. Dieses Spektakel durchleben wir noch sieben weitere Male an diesem Tag. Einmal bin ich nur rund einen Meter vom Tier entfernt, als es an mir vorbeizieht. Ich könnte es anfassen, beherrsche mich aber. Wieder an der Wasseroberfläche, jubeln wir vor Freude.

Für Flo und mich war diese Tauchsafari ein riesiges Abenteuer und wir sind sehr froh, dieses heil überstanden zu haben.

Es folgen ein paar Tauchimpressionen. Leider habe ich kein Unterwassergehäuse, deshalb gehört das Lob und der Dank für die Bilder den anderen Teilnehmern: Tim & Melanie, Ingram & Cindy (fürs Opfern der GoPro), Paul & Isabella und Robert & Victoria. Und unserem Guide mit Kamera: David.

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Natalie and Mirko, Machu Picchu Peru

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